Donnerstag, 14. Mai 2015

Ein offener Brief an Lippenleserin Julia Probst aus der Sicht eines Fußball-Fans

Sehr geehrte Frau Probst,
wie ich durch das Fußballkulturmagazin "11 Freunde" sowie die BILD erfahren konnte, haben sie kürzlich mit ihren Lippenlesekenntnissen mittels Twitter für einen kleinen Hype gesorgt. 


Mit der Entschlüsselung von Thomas Müllers Ausruf: "Kann diese Scheiße aufhören?" beim Champions-League Halbfinal-Hinspiel 2015 des FC Bayern gegen den FC Barcelona ist Ihnen ein großer Coup gelungen, dazu gratuliere ich. 
Julia Probst Deutung und die Lippenbewegungen des Thomas Müler (Quelle: twitter.com)

Manche würden nun sagen, in China wäre ein Sack Reis umgefallen. Doch dann übersehen sie etwas wichtiges: Es scheint, dass Sie somit als BILD-Expertin und offensichtlicher Nicht-Bayern-Fan bzw. Dortmund-Fan die Deutungseinheit für jegliche Gespräche auf den Plätzen der Fußballtempel dieses Landes erhalten hätten. Dafür verdienen sie Respekt. 
Sicherlich werden sich ihnen durch die neue Bekanntheit bald zahlreiche Jobs und neue Einnahmequellen eröffnen, die ich ihnen mit ihrem Talent von Herzen gönne.
Zugegeben: Sie sind nicht die erste Lippenleserin, die, die Nische Profi-Fußball entdeckt hat Allerdings sind Sie die Erste, die zu einem größeren Thema in den deutschen Massenmedien erklärt worden ist. 

Unabhängig davon bitte ich Sie bei ihrem nächsten Tweets folgenden Standpunkt zu betrachten: Profi-Fußballer stehen - wie Sie wahrscheinlich wissen werden – unter dauerhaftem Druck durch Fans, Medien und Vereinsführung. Jeder Spielzug wird bewertet, jeder Fehlpass wird beobachtet und analysiert. Da wird ein einfacher Fehlpass schon mal zum Fallstrick für die ganze Karriere eines Spielers. Auf der anderen Seite kann ein einziges Tor den Spieler in die Geschichtsbücher des Sports katapultieren. Das ist eine enorme psychische Belastung für fast jeden Profi. Schon bald werden auch andere LippenleserInnen sich einen netten Platz vor dem Fernsehbildschirm oder in den Bundesliga-Stadien der Top-Clubs reservieren und eifrig ihre Analysen über Twitter oder sonstige Plattformen verbreiten. Menschen wie sie, die Fußballern Worte von den Lippen ablesen können, haben die Macht den Spielern wahrsten Sinne des Wortes "in den Mund lesen" bzw. legen. Ich unterstelle ihnen persönlich, keinerlei Täuschungsversuche, weil ich Sie für eine fähige und moralisch einwandfreie Person halte. 

Jeder normale Mensch würde sich verfolgt fühlen wenn ihm schon einzelne Wortfetzen zum Verhängnis werden können.
Wie die Redaktion von "11 Freunde" jedoch korrekt angemerkt hat, sind einzelne Sätze, wie der von Thomas Müller, ohne Kontext keine stichhaltigen Aussagen. So echt sie auch sein mögen: Die Lippenbekenntnisse vermitteln, mit anderen Worten, zu leicht ein falsches Bild von Menschen und ihren Situationen. Hinzu kommt, dass ­trotz Richtmikrofonen an den Spielfeldrändern ­ eindeutige Beweise für die Richtigkeit von Lippenleserei im Zweifelsfall nicht vorhanden sind. Das könnte ein Problem werden, wenn sich in der Zukunft weniger begabte Nachahmer ihrer Kunst darin versuchen, Aussagen von Spielern zu deuten. Da Sie selbst sind Anhängerin der Piratenpartei. Ihnen wird also als internetaffiner Mensch klar sein, was für Folgen auch nur ein einzelner Tweet oder ein einziges Posting auf Facebook haben kann. .


Das Problem an der ganzen Sache ist also, nach meiner bescheidenden Meinung das Folgende: Sie schaffen Paranoia. Jeder normale Mensch würde sich verfolgt fühlen wenn ihm jeder Wortfetzen ihm zum Verhängnis werden kann. Das sage ich ihnen ohne jegliche Fachkenntnisse der Psychologie aus naivster und subjektivster Empfindung. Denken Sie daran: Sollte sich dieser Trend so fortsetzen, in anderen Worten, wird die Praktik auch auf andere Prominente usw. angewandt sind die Folgen eventuell gravierend: Stellen Sie sich vor dass Sie und ihre Zunft bald einen ähnlichen Ruf „genießen“ wie die Paparazzos der Boulevard-Presse. Bald würden dann vermutlich alle Personen von öffentlichem Interesse nur noch mit einem Mundschutz, wie man ihn vom Zahnarzt kennt vor die Tür treten. Das dürfte wohl kaum in ihrem Interesse sein. Oder wie Sie es treffend bei Twitter formulierten: 
Julia Probst via Twitter zur Talkshow Anne Will (Quelle: twitter.oom)

Wenn für sie Überwachung ein Skandal ist, wieso nehmen Sie dann den Fußballern indirekt die Freiheit offen zu Sprechen ? 
Denken Sie beim nächsten Tweet daran was Spiderman bereits wusste: "Aus großer Kraft folgt große Verantwortung".Ich hoffe sie können meinen Standpunkt nachvollziehen.

Beste Grüße

Joschka Büchs. 


Mittwoch, 16. April 2014

Videostream-Revolution oder Abzocke? Amazon Prime Instant Video im Test

Die meisten werden von Streaming-Portalen, wie Maxdome, Watchever oder Snap (Sky) gehört haben. Die Werbespots dieser Video-Portale laufen im Fernsehen rauf und runter, denn sie alle wollen das „deutsche Netflix“ werden, auch Amazon. 

 

Netflix, das ist der marktführende Streaming-Dienst in den USA, der 2013 rund 30 Millionen Nutzer  verzeichnete. Mit einem Marktanteil von 89% beim Online-Streaming von TV-Shows und Filmen ist Netflix in den Vereinigten Staaten zu einer ernsten Konkurrenz für das Fernsehen geworden.
Seit 2012 produziert das Unternehmen auch eigene Formate, wie seit letztem Jahr die Erfolgsserie "House Of Cards". Die Nutzer zahlen dort zwischen 8 bis12 $ (ca. 5,70-8,70 €) monatlich für ihr Streaming Paket.
In Deutschland streiten sich nun die Streaming-Dienste um die Vorherrschaft über einen Markt, der aufgrund von Tablets, internetfähigen Fernsehern und Spielekonsolen immer weiter wachsen wird, und auch hierzulande auf lange Sicht das Fernsehen verdrängen könnte.
Jetzt hat auch seit Ende Februar dieses Jahres der Internet-Gigant Amazon sein Premium Versandmodell "Prime" mit der Streaming-Tochter "LoveFiLM" verschmelzen lassen und die Konditionen verändert. Auch der Name ist anders: Amazon Prime Instant Video
Was heißt das ? Der Nutzer zahlt nun für Prime Video statt vorher 29 € nun 49€ jährlich und bekommt dafür nun neben dem kostenlosen und schnellstmöglichen "Prime"-Versand von Amazon-Bestellungen ein Streaming-Portal mit unbegrenztem Zugriff auf ca. 13.000 Filme und Sereinfolgen als Internet-Stream zur Verfügung gestellt. Damit ist das Online-Warenhaus nach Maxdome und Watchever der drittgrößte Streaming-Anbieter. Das Angebot wird durch kostenpflichtige Download-Filme und den DVD/Blu-Ray-Versand von Amazon ergänzt
Die Gleichung lautet also: Amazon Prime (Abo für kostenlosen Express-Versand) + Film Flatrate= Amazon Prime Instant Video.

Das offizielle Logo von Amazon Prime Instant Video (copyright amazon)


Das Film/Serien - Angebot: Für jeden was dabei - aktuelle Blockbuster: Fehlanzeige.

Vorweg: Dieser Teil bezieht sich auf die in der Jahres-Flatrate enthaltenen Filme und nicht die Filme, die sich gegen zusätzliche Bezahlung erwerben lassen.

Wie für allen anderen Dienste auch gilt für Instant Video: Den größten Teil der "ca. 13.000 Titel" machen die einzelnen Serienfolgen aus. So kommt man bei den Filmen eher auf ca. 1500 verschiedene Filme. Wer bei den Spielfilmen nach Blockbustern aus dem letzten Jahr sucht muss festellen: Es gibt nur eine handvoll von Filmen aus dem letzen Jahr und auch kein wirklich bekannten Namen. Die meisten Filme sind von 2012 oder älter. Sucht man also ein Filmangebot mit den neuesten DVD-Releases, ist man bei Prime Instant Video völlig falsch.
Auch die Suche nach den" großen Namen" ist eher ernüchternd: Zwar gibt es z.B. die"Ocean's" Reihe, die meisten älteren Tarantino-Filme und viele Blockbuster bis 2012 zu sehen, doch Kassenschlager, wie Harry Potter, Herr der Ringe, Stirb Langsam, Avatar oder Titanic sucht man vergebens.
Aus einer Liste von 18 Filmen, die ich mir angefertigt habe, noch bevor Amazon Prime Instant Video gestartet ist, sind fünf Filme in der Bibliothek vorhanden gewesen. Beim spontanen stöbern habe ich 33 Filme gefunden, die ich mir eventuell anschauen würde (Darunter Shutter Island, Shining, Project X, I Am Legend und Ted), ca 64 % der Filme sind in HD abrufbar, Originalvertonung gibt es meist nur gegen Entgelt.
Bei den TV-Serien gibt es eine ordentliche Auswahl .Viele große US-Serien wie Breaking Bad, Dexter oder The Big Bang Theorie sind vollständig, andere Serien mit einigen Staffeln, vertreten. Auch Fans deutscher Serien kommen mit Formaten wie Stromberg, Pastewka oder Der Tatortreiniger auf ihre kosten.
Der Dienst ist über die meisten internetfähigen Fernseher, PS3/4 Xbox 360/One, Wii/U, alle iOS-Geräte und Kindle Fire abrufbar. Andere Android-Handys und Tablets werden bisher nicht unterstützt.

Der Preis:

Das Angebot mag für die meisten eher mager klingen, jedoch muss man das es in Relation mit dem Preis von 49 pro Jahr setzen und dafür ist der Deal nicht schlecht:
Man zahlt umgerechnet monatlich 4,08 € und bekommt zusätzlich noch kostenlosen Express-Versand für Amazon-Bestellungen, weshalb sich das Angebot für Leute, die keine Filmjunkies sind, aber gelegentlich Filme und Serien schauen und ab und zu etwas über Amazon bestellen, lohnt. Kauft man sich beispielsweise fünf DVDs à 10 € pro Jahr, hat man die kosten schon raus. Außerdem soll gerüchteweise noch ein Musikstreaming-Dienst ähnlich Spotify ins Angebot eingeschlossen werden.Der Vorteil gegenüber den anderen Plattformen liegt ebenfalls Preis.


Ein "deutsches Netflix" ist Amazon Prime Instant Video (noch) lange nicht. Der Sturz des Fernsehens lässt also noch auf sich warten. Netflix hat übrigens angekündigt ihren Dienst ab September 2014 auch in Deutschland zu launchen...

Samstag, 12. April 2014

Der "Heartbleed"-Bug: Fast jeder ist betroffen!

"Es wird ihnen dringend empfohlen, ihre Passwörter bei betroffenen Seiten zu ändern"


Dies ist der Satz, den man zur Zeit häufiger liest auf bekannten Nachrichten-Portalen.
Grund ist der sogenannte "Heartbleed"-Bug, ein Programmierfehler, der eine Sicherheitslücke in der Internetverschlüsselungssoftware "OpenSSL" verursachte. Dadurch ist es nun aller Wahrscheinlichkeit nach zu massivem Datenklau von Passwörtern und anderen vertraulichen Daten gekommen, denn die Lücke bestand laut "FAZ"-Informationen schon seit zwei Jahren.
Betroffen sind Seiten, die das "OpenSSL"-Verschlüsselungsprogramm benutzt haben und das sind nicht wenige, insgesamt 17% der SSL-Server (eine Liste findet ihr hier).
Für den Nutzer heißt, das nun wie eingangs erwähnt, er sollte seine Passwörter bei betroffenen Seiten schleunigst ändern, da es sonst dazu kommen kann, dass Nutzerdaten zu kriminellen Aktivitäten genutzt werden. 

Das "Logo" des Heartbleed-Bugs


Der Facebook und Google-Account ist ebenso betroffen, wie ein Vielzahl (deutscher) E-Mail-Provider. Die Folgen sind gravierend.
Welche Daten zugänglich werden, wenn Fremde euren Account in die Finger bekommen, kann leicht im Selbsttest festgestellt werden:
Durch den medialen Druck transparenter zu werden, bieten große Internetkonzerne, wie Facebook und Google inzwischen an, dass der User sich den Großteil, der über ihn gesammelten Daten downloaden und einsehen kann. Diese Daten sind folglich auch jedem Hacker zugänglich.
Wie man die Daten runter lädt, erfahrt ihr hier.

Beim genauen Blick auf das Facebook-Datenpaket der erste Schock: Die E-Mail-Adressen sämtlicher Facebook-Freunde sind unter der Datei "contact_info.htm" zu finden und deshalb leichtes Ziel für Phishing-Angriffe und Spam-Mails der Hacker. Alle versendeten und empfangenen Nachrichten können eingesehen werden, ebenso wie alle (gelöschten) Pinnwandeinträge und "Gefällt mir"-Angaben. Das Datenpaket legt auch offen, für welche Werbung euch Facebook-Kategorisiert hat.

Die Mail-Adressen eurer Freunde sind leicht zugänglich


Ähnlich sieht es bei Google aus: Dort kann auf alle privaten "Google Drive"-Dokumente (eine Art online Office von Google), alle Browser-Lesezeichen und auf den Standortverlauf eures Android-Handys (falls es mit dem Account verbunden ist) zugegriffen werden.
Unterm Strich werden also für jeden Hacker, der den "Heartbleed"-Bug innerhalb der letzten zwei Jahre entdeckt hat massive Datenmengen offen gelegt: Er weiß mit wem ihr was bei Facebook schreibt, wo ihr euch mit eurem Handy aufhaltet und kennt die E-Mail-Adressen all eurer Freunde.
Man kann also sagen das eure Daten in den letzten zwei Jahren nicht nur der NSA, sondern auch einigen Online-Kriminellen offen standen.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs: Da ein Großteil der E-Mail-Anbieter, wie Gmail,Web.de, GMX oder YahooMail betroffen sind können auch die Passwörter der Seiten gestohlen worden sein, die gar nicht von der Sicherheitslücke betroffen sind, deren Account jedoch mit der E-Mail Adresse verbunden ist.

Letztendlich ist es also ratsam fast sämtliche Passwörter wichtiger Accounts zu ändern.
Der Bug zeigt einmal mehr die Kehrseite der Digitalisierung und wie verwundbar der Nutzer durch persönliche Daten im Internet geworden ist.
Es wird nicht die letzte zu entdeckende Sicherheitslücke sein.

Sonntag, 5. Januar 2014

Tumblr – Selbstdarstelung der Nichtkönner und geistig Armen


Kennt oder nutzt irgendwer heute noch Yahoo ? Wahrscheinlich nicht, doch...

Dem in Deutschland zwar gescheiterten, jedoch weltweit erfolgreichen Internet-Konzern ist Mitte letzten Jahres ein großer Coup gelungen: Mit der Aneignung der Blogging-Plattform Tumblr übernahm der ehemals größte Gegner von Google eine Webseite, die besonders beim jungen, weiblichen Publikum gerade im Kommen ist und als Konkurrenzprodukt zu Googles Blogger oder Wordpress aber auch zu Seiten, wie weheartit.com dient.

Bei Tumblr sind Blogs wie dieser hier, bei denen ausschließlich Schriftartikel veröffentlicht werden jedoch die Ausnahme.
Der Großteil der Blogs besteht aus Bildern, Memes und GIF Animationen, die entweder von den Usern selbst hochgeladen oder gerebloggt also von anderen kopiert werden.
 

Eine Teil dieser Bilder-Blogs sind Fotografie-Blogs, wie es sie auch auf Blogger gibt.
Der weitaus größte Teil der Blogs bei Tumblr ist der, der „Langeweile“-Blogs, die aus einer Ansammlung aus Bildern , Zitaten und GIFs bestehen. Diese sind entweder witziger oder nachdenklicher Art.
Zwei Dinge haben jedoch alle Beiträge bei solchen „Langeweile“-Blogs gemeinsam:
  1. Sie rufen Emotionen beim Blogbetreiber und eventuell beim Betrachter hervor
  2. Sie scheinen oberflächlich betrachtet in keinem Zusammenhang zum Gesamtbild des Blogs zu stehen, dienen allerdings der Selbstdarstellung des Blogbetreibers
Beide Punkte legen offen, was die Beliebtheit und den raschen Aufstieg Tumblrs ausmacht:
Tumblr bietet eine einfache Möglichkeit seine Gefühle zum Ausdruck zu bringen und zu zeigen, wer man ist, ohne das der Betreiber seine Empfinden aus eigener Kraft ausdrücken (können) muss:
Der User stößt beim durchforsten der Tumblr-Beiträge anderer Nutzer auf ein Beitrag, der seine aktuelle Gefühlslage widerspiegelt, rebloggt diesen und hat ohne eigenen Aufwand ein Puzzlestück für seinen Blog als Selbstbild gewonnen.
Letztendlich hat der User den Eindruck, er (oder in den meisten fällen sie) hätte mit Ansammlung dieser Bildern etwas total individuelles erschaffen und steigert dadurch sein Selbstwertgefühl.
An sich ist an dem Tumblr-Prinzip also nichts verwerfliches; doch von Individualität zu sprechen wäre bei Tumblr eine Farce.
Das ist auch der Grund, weshalb viele Tumblr-Blogs dieser Art nur dann Sinn ergeben, wenn man weiß in welcher Lebenssituation sich der Betreiber gerade befindet:
Ist die Person z.B. unglücklich Verliebt wird z.B. viel über Liebe, Sehnsucht und Verzweiflung gerebloggt

Ein typisches Tumblr-Zitat

Besagte Bilder und GIFs kursieren oft schon Monate lang im Netz und wurden zuvor von Millionen anderer Nutzer gerebloggt.
Wenn jemand ein Musikvideo bei Youtube hoch lädt, seine neuesten Fotografien oder Kunstwerke auf seinem Blog präsentiert oder auch nur einen lustigen Gedanken bei Twitter preisgibt ist das Selbstdarstellung, die erfordert, dass zwangsläufig ein geistige Leistung erbracht wurde.
Bei Tumblr hingegen muss nur die Emotion durch ein Bild angeregt werden und dieses anschließend kopiert werden – nicht gerade ein geistiger Quantensprung.


Alles in allem muss natürlich gesagt werden, dass bei vielen ein Tumblr-Blog nur eine Beschäftigung aus Langweile ist, neben vielen Hobbys und Interessen.
Es wird gefährlich sobald man außerhalb der Website, sei es mangels Hobby oder mangels Motivation nichts darstellt. Charakterstärken und Talente besitzt jeder, die Frage ist nur wer sein Potenzial ausschöpfen kann und wer sich selbst mit dem Einfachem zufriedenstellt
Wie zu Anfang erwähnt lässt sich auch Tumblr kreativ nutzen.
Folgende Blogs sind Gegenbeispiele zu dem beschriebenem Phänomen:






Freitag, 20. Dezember 2013

Auf dem Weg zur Mensch-Maschine

Smartphones sind der Kompass, der uns zu allem Wissen dieser Welt führen kann.
Dieser Kompass befreit uns Menschen vom Makel der Ratlosigkeit und der Ohnmacht nicht in der Lage zu sein eine Frage ohne Zweifel zu beantworten. Niemand ist perfekt, doch warum etwas wissen wenn man auch genauso gut suchen kann?
Wer suchet, der findet heißt doch ein altes Sprichwort und der wird auch tatsächlich fündig.
Go...oogle sei dank!
Suchen können wir immer. Unser Kompass passt in jede Hosentasche und er kann sogar mit uns sprechen und er könnte sogar diesen ach so tiefgründigen Blog-Eintrag hoch laden.
Dieser Kompass kann uns allerdings auch an Abgründe führen, die uns jedoch verborgen bleiben, bis sie uns schlagartig bewusst werden, während wir bei der Klausur keinen Empfang auf dem Klo haben oder uns der Arzt sagt wir hätten Rhinitis Acuta
Es bleibt bei der menschlichen Unwissenheit, die das Smartphone durch die permanente menschliche Symbiose mit dem Internet lediglich vertuscht.
Das Wissen, das uns Wikipedia auf unseren Befehl ausspuckt zum Klugscheißen bleibt so kurzweilig in unseren Gedanken präsent, wie das Vine Video, das uns in der S-Bahn leise auflachen ließ.
Es bleibt so kurzweilig im Kopf, wie die allumfassende Lebensweisheit eines Facebook- oder Twitter-Beitrags, den wir lesen oder die alltäglichen narzisstisch anmutenden Selbstporträts, dieser einen Blondine, der wir seit neuestem auf Instagram folgen.
Wissenschaftler nennen dieses Phänomen, welches durch Computer, Internet und Smartphone auftritt auch Popcorn-Brain.
Die Bezeichnung kommt daher, dass wir uns im Internet immer nur für eine sehr kurze Zeitspanne auf etwas konzentrieren, es also nur für einen Moment, wie ein aufplatzendes Popcorn in unsere Gedanken springt, wir uns aber schnell mit etwas anderem beschäftigen.
Das ist dem Umstand geschuldet, das nahezu 90 %* der Zeit die wir vor Handy und Smartphone verbringen zur Bekämpfung von Langeweile dienen.
Doch was können wir dagegen tun ?
Die Antwort ist  ganz einfach: Jeder hat die Macht darüber, wie exzessiv er sein Smartophone benutzt. Zwar gibt es Studien, die besagen, dass Soziale Netzwerke süchtig machen, jedoch ist jeder Mensch in der Lage sein Handy auch mal liegen zu lassen und einfach offline zu bleiben. 
Letztlich ist es wie bei einem Kompass. Er allein wird uns nicht an unser Ziel bringen. Wir müssen schon wissen wohin wir mit ihm wollen.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Die Beliebtheit des Alkohols

Folgender Artikel, behandelt Alkohol in unserer Gesellschaft und ist eigentlich schon fast ein Jahr alt, ich habe ihn jedoch nie Veröffentlicht, da ich nicht wusste ob die Gesamtaussage, die ich damit treffen wollte auch so verstanden wird:

Kurz:

 Es geht hier nicht um die Verteufelung irgendeiner Droge, aber lest selbst!
_

Oft wird meiner Generation der aktuell ca. 13-22 jährigen vorgeworfen, eine Generation zu sein, die durch und durch von der Sucht nach Vergnügen, Feiern und dem Rauschgefühl ergriffen scheint.
Im Fernsehen werden Dokumentarfilme, die sich mit der genannten Generation beschäftigen mit u.A "Generation Porno" , "Generation Suff"  oder "Generation Party" betitelt.
Letztere Name passen meiner Meinung nach, vor Allem hier in Deutschland, am besten.
Warum ?
Nach einer Studie trinkt hierzulande jeder fünfte 14-jährige einmal wöchentlich Alkohol.
Dies hat nicht mit dem sozialem bzw. schulischem Stand zu tun, im Gegenteil, minderjährige Gymnasiasten greifen im Schnitt öfter zum Alkohol, als ihr Pendant von Haupt- oder Realschüler.

Wenn man das als Angehöriger jener Gruppen hört reagiert man oft zunächst entrüstet: "Lächerlich". "Das kann doch nicht sein ","Die Erwachsenen wollen doch nur von ihren Problem ablenken"
Dann ertappt man sich dabei mehr darauf zu Achten, wer trinkt und wer das auch gerne ein mal pro Woche tut und kommt schließlich zum Ergebnis, dass diese Studie gar nicht so falsch sein könnte und man schon genug Leute dieser Sorte kennt oder gar selbst dazu gehört...
Apropos dazu gehören: Das ist einer von mehreren Gründen für diesen Alkoholkonsum bei Minderjährigen.
Im folgenden werde ich Versuchen zu beschreiben wie sich der Alkohol ausbreitet.

Irgendwann im Alter von ca. 13-14 Jahren hat irgendwer aus welchem Grund auch immer das erste Mal Alkohol konsumiert, d.h. er /sie hat mit seinen/ihren Freunden eine oder mehrere Flaschen Bier oder Ähnliches getrunken.
Natürlich gibt das demjenigen ein Gefühl reifer oder erwachsener zu sein und derjenige muss jetzt seinen Freunden erzählen wie "dicht" er (sagen wir mal es ist ein Junge) gewesen ist und wie "geil" das gewesen ist. Wie der Mensch nun mal ist, wollen jetzt die anderen sich auch alle "reifer" fühlen, da sie Angst haben, dass sie ansonsten nicht mehr dazu gehören.
Wer noch nie dicht war, bzw. keinen Bock hat sich zu besaufen ist ab jetzt nicht mehr auf Augenhöhe.
Deshalb trinken im Alter von 15 Jahren auch fast alle Jugendlichen regelmäßig.

Der zweite Grund ist, der Widerspruch in sich, dass fast jeder Erwachsener, somit auch die Eltern, öfters Alkohol trinken, jedoch die Jugendlichen von Kleinkindesalter auf die Frage nach dem Warum gesagt bekommen, dass es keinen Grund gäbe und Alkohol und Drogen etwas sehr schlechtes wären.
Alkohol ist somit für die Kinder ein Mysterium und wird durch die Tatsache, dass er für Jugendliche unter 16 verboten ist auch auch nicht weniger interessant. (Hier soll jedoch angemerkt sein, dass sich die

Der dritte Grund ist keine Ursache für den Beginn des Konsums, aber ein Grund für die Kontinuität das Konsums: Jugendliche, mit Problemen, vor allem in der Familie lernen ihre Probleme in Alkohol zu ertränken oder eben anstatt das Problem zu lösen lieber Feiern gehen.

Irgendwann kommt es dann so, dass niemand mehr ohne Alkohol feiern kann bzw. es gehört einfach dazu


So war es jedoch nicht nur bei uns jugendlichen sondern auch schon bei unseren Eltern. Deshalb trifft der Begriff Generation Suff oder Generation Party zwar auf meine Generation, aber auch die meiner Eltern zu.
Das soll keine Kritik sein, sondern eine Erklärung, warum es so ist wie es ist.

Ob das jetzt so dramatisch ist muss jeder für sich selbst wissen.
Es gibt sowohl genügend Alkoholiker, die an Leberversagen sterben, als auch Menschen die ihr Leben lang Alk trinken und keine nennenswerten schädigungen davon haben.
Statistiken sagen für den einzelnen oft nichts aus (sonst wäre ja jeder vierte, den man kennt, Chinese)Oder was meint ihr dazu ?

Sonntag, 4. März 2012

6 Fakten über Facebook



Hallo zusammen,
da inzwischen jeder dritte Deutsche einen Facebook Account besitzt und die meisten Leute dort mehr Zeit mit ihren "Freunden" verbringen, als in der REHALITÄT möchte ich euch heute 6 Fakten aufzeigen, die mir an der Facebook Gemeinde aufgefallen sind.
Diese sind jedoch bitte mit Humor zu nehmen, keiner sagt, dass es irgendwie verwerflich ist sich so auf Facebook zu verhalten.


     1.   Das Party zu Facebook Verhältnis

Ich habe schon vor langer Zeit eine These aufgestellt, die jedoch nur auf meiner eigenen Erfahrung basiert. Sie lautet:
Je beschissener die Party, desto mehr wird darüber auf Facebook geredet.
Es fängt an damit via Smartphone zu posten, wo man ist und was man macht. Danach geht es weiter mit Posts wie „War schon geil“ oder „Ein gelungener Abend“. Zum absoluten Höhepunkt/Tiefpunkt und zum Indikator, dass die Party aus der Sicht der Person scheiße war ist jedoch meiner Meinung nach der „Satz“:
„Auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!“ 
Bitte teert und federt mich, wenn ich falsch liege, das basiert wie gesagt nur auf eigener Erfahrung.

     2.   „Bitchfight!“

Wie in normalen Gesprächen kommt es auf Facebook auch manchmal zum Streit. Der Unterschied ist nur, dass diesen im Internet jeder mitverfolgen und kommentieren kann, wenn er auf einer Pinnwand ausgetragen wird.
Entsteht so ein Streit gibt es dann IMMER eine Person die das eine Wort in den Raum wirft: „BITCHFIGHT :D“
Das passiert sowohl bei männlichen aber auch bei weiblichen Leuten, die sich streiten.
Mein Tipp an euch, wie ihr gegen all‘ die elendigen „Bitchfight“- Rufer, die nur zu ihrer eigenen Unterhaltung andere Leute streiten sehen wollen vorgehen könnt ist einfach.
Dreht den Spieß einfach um und Richtet euren Zorn nun auf diese Person, sie hat es verdient und das Schöne daran ist ja, dass dann euer ehemaliger Streitpartner euch unterstützt, denn wer mag schon solche Ratten?
Wer sich über Streithähne bei Facebook amüsieren will sollte deswegen einfach lernen: Der Gentleman genießt und schweigt.

    3.   Die Hexenjagd nach dem Ex-Freund, der Ex-Freundin.

Das ist ein sehr lustiges Phänomen.
Ein Mädchen stellt ihren Beziehungsstatus von „In einer Beziehung“ auf „Single“.
Jetzt haltet euch fest: Bei den meisten Mädels folgen innerhalb von wenigen Minuten Reaktionen darauf wie:
„Dieser Hurensohn!“
„Was hat der Wixxer dir getan?“
„Er hat dich gar nicht verdient, der Idiot!“
„:(„
„:‘(„
Und mein Favorit: „Junge, wenn ich den sehe, ich schneide ihm die Eier ab!“
Bei Jungs sehen die Reaktionen meistens so aus:
„No Woman no cry“
„Schlampe“
“Single bleiben, Stress vermeiden” oder “Endlich, ich mochte die eh nie”


   4.   Pinnwand-Fame

Das wohl auffälligste Phänomen auf Facebook ist der von mir so genannte Pinnwand-Fame. Damit ist gemeint das viele Leute (vorzugsweiße weiblich)
wirklich jeden Scheiß an die Pinnwand ihrer Freunde schreiben müssen und dann anfangen öffentlich, also in den Kommentaren des Pinnwandeintrages über ihre Pläne fürs Wochenende etc. zu chatten.
Warum machen sie das?
Diese Leute hoffen dann darauf, dass sich andere diese „Chats“ durchlesen und somit neidisch werden. Da diese Personen ja anscheinend nur auf Partys rumhängen, Spaß haben und sowieso ein total geiles Leben haben.
Das Wort „Statusupdate“ bei Facebook ist damit wörtlich zu nehmen.


5.   Mädchen kriechen sich bei Bildern gegenseitig in den A...
Wer kennt das nicht, jemand aus eurer Klasse oder irgendein anderes weibliches Wesen  postet aus Langeweile irgendein Bildvon sich selbst, welches meistens in schlechter Handykameraqualität das Gesicht derjenigen zeigt
Als Bilduntertitel dient dann meistens noch ein Songtext wie „Ich wär jetzt gern so nah bei dir aber bin so fern“ bla bla.Sofort kommentieren dann ihre „Freunde“: „Oh wie huebsch“,“Engel“
„Hör mal bitte auf so schön zu sein“, „Model“ oder der Klassiker, welcher meistens demonstrieren soll wie dicke die Personen miteinander sind: “Meine!“
Witziger Weiße stammen die meisten der Kommentare von weiblichen Personen…
Warum posten Mädchen diese Bilder?
In der Regel, weil sie genau das wollen. Sie brauchen in dem Moment das Gefühl schön zu sein, manche sind jedoch einfach nur darauf bedacht Kommentare und Likes abzufarmen. Das nennt man dann im Volksmund „Aufmerksamkeitshure“.






   6.   Alkohol/ Ausschnitt = Likes

Was finden pubertierende Jungs cool? Richtig Alkohol und Titten!
Hier ein kleiner Test für jeden der Facebook hat:
Ihr sucht euch eine Freundin die, wie soll ich‘s sagen „gut bestückt“ ist und schaut dann auf die Bilder:
Zunächst ein Bild wo man nur ihr Gesicht sieht.
Danach ein Bild wo man ihr Gesicht und ihre „Ohren“ sieht.
Na? Welches Bild hat wohl in der Regel viermal so viele Likes wie das andere ;)
Nun das gleiche für Mädels:
Schaut mal am Wochenende was die Leute so posten.
Wer „Einen Heben“ mit Günther J. und Thomas G. oder noch besser gleich ein Bild von seinen tollen Vodkaflaschen oder sich und seinen Homies in der örtlichen Disko postet erntet garantiert großen Beifall.




Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und konntet ein paar der „Fakten“ auch bei eurem Umfeld auf Facebook wiedererkennen.
Falls ihr euch jetzt auf den Schlips getreten fühlt, weil ihr selbst so handelt, dann seid unbesorgt, das passiert jedem.